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Mormonen verlieren noch mehr Mitglieder in Deutschland

2020 hat die Mormonen Verwaltung weder für Deutschland noch Europa offizielle Mitgliederzahlen veröffentlicht.

Eins ist jedoch sicher, dass die Mormonen, egal ob Corona oder nicht, ein massives Wachstumsproblem in Europa haben.

Nachdem die Zahlen für 2021 veröffentlicht wurden, können wir eine neue Analyse der Zahlen und unserer Arbeit abgeben.





Seit 2017 -1,5% weniger Mitglieder in Deutschland


Inzwischen dürfte jedem Mitglied in Deutschland bekannt sein, dass die Kirche an Mitglieder verliert.

Das liegt insbesondere an zwei Gründen:

  1. Die Mitglieder sind überproportional alt und sterben einfach schneller, als neue Mitgliederkinder geboren werden. Ja, Kinder werden bereits ab der Kindersegnung als Mitglieder gezählt.

  2. Seitdem wir unsere Unterstützung anbieten, finden immer mehr Menschen den Mut auch wirklich mit der Kirche abzuschließen, denn sie müssen nicht mehr fürchten, vor irgendwelche möchte gern Kirchengerichte vorgeladen zu werden oder von ihrem Bischof missioniert und belehrt werden.

Auch die Einstellung der Mitglieder zum Thema Austritt hat sich gewandelt. Was früher als peinlich und geächtet galt - natürlich aufgrund der mormonischen Prägung - ist heute oft das Gegenteil. Die Menschen sind stolz auf ihre Entscheidung, denn sie bedeutet einen vollkommenen Paradigmenwechsel zu vollziehen. Eine Fähigkeit, die zum Beispiel auf von modernen Arbeitgebern gefragt ist. Nämlich bestehendes zu hinterfragen und nach optimalen und neuen Lösungen zu suchen, ohne Angst vor einer vollständigen Veränderung.



Mehr Mitglieder, aber weniger Gemeinden in Europa. Wie passt das zusammen?


In Gesamteuropa verzeichnen die Mormonen noch ein minimales Wachstum an Mitgliedern. 6.269 sind es in den letzten 3 Jahren gewesen. Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass eine durchschnittliche Gemeinde wohl zwischen 80 und 150 Mitglieder besteht, reden wir hier also über 41 bis 78 volle neue Gemeinden mit Mitgliedern sind dazukommen. Doch wo sind die Leute? In den Gemeinden scheinen sie jedenfalls nicht anzukommen. Denn in der gleichen Zeit haben die Mormonen 32 (netto) Gemeinden in Europa geschlossen.

Aber auch das dürften ehemaligen Missionaren im Gebiet Europa bekannt vorkommen.

Neue Mitglieder findet man stark überwiegend in den sozial schwachen Schichten. Oftmals kaum der Landessprache mächtig und mit wenigen sozialen Kontakten. Da kommen die Missionare als "Freunde" gut an und man lässt sich gern bequatschen, kommt mal mit in die Gemeinde und trifft weitere neue "Freunde". Danach dann noch mal eben taufen lassen und sobald die Missionare weg sind, wurde das neue Mitglied nicht mehr gesehen. Selbst so erlebt bei gut 80% der Bekehrten.



Auch wenn ich persönlich nicht mehr so viel Zeit und Energie in die Arbeit stecke, freue ich mich trotzdem über diese Entwicklung und bin natürlich auch stolz darauf, dass unsere Arbeit einen nicht ganz unerheblichen Beitrag zum Mitgliederschwund der Mormonen in Deutschland führt.


Sollte jemand Interesse daran haben, diese Seite weiter mitzuentwickeln oder Beiträge zu verfassen, kann sich gerne bei mir melden.


Liebe Grüße